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Kohlebrand mp4 80,4MB
K
keramik-tauscher
299 Views • Apr 27, 2019
Description
Erleben Sie ein historisches Verfahren des Keramik-Brennens - den Kohlebrand in der Keramikwerkstatt Tauscher in Waldenburg (Sachsen).
Um den Ton fest und Wasser undurchlässig zu bekommen, musste er gebrannt werden.
Der älteste Ofen war der Meilerofen. Brenngut und Heizmaterial wurden miteinander aufgeschichtet, mit einem lehmigen Erdmantel umkleidet und dann abgebrannt.
Um immer höhere Brenntemperaturen zu erzielen wurden die Ofensysteme ständig weiterentwickelt. So entstanden Ziegelofen, Birnenofen, Glockenofen, Feldbrandofen, Kasseler Ofen, Altdeutscher Steingutofen, Steinzeugofen, Rundofen, Kammerringofen, Tunnelofen, Muffelofen, Elektro-Keramikbrennofen und Porzellanrundofen. In Waldenburg gab es früher Kasseler Öfen und Steinzeugöfen. In der Produktionsstätte in der Töpferstraße 8 wurde im Kohle-Rundofen Steinzeug gebrannt. Dieser Ofen hat ein Fassungsvermögen von 10-14 m³.In einem dieser Öfen wird auch heute noch einmal im Jahr, im Rahmen eines Symposiums, gebrannt. In die 1m dicken, aus Schamottesteinen gemauerten Ofenwände wurden Züge eingebaut, da hier mit überschlagener Flamme gebrannt wurde. Der Ofen wurde von vier Feuerstellen aus kontinuierlich mit Kohle oder Holz beheizt. Die Flamme umstreicht die Ware und zieht durch die Züge in den Wänden nach oben in den darüber liegenden kleinen Oberofen und von dort aus durch den Schornstein ab. Der gesamte Brennvorgang dauerte 32 bis 36 Stunden und war für die Arbeiter sehr anstrengend.
Nachdem Einlegen der Gefäße in den Rundofen wird die Ofentür zugemauert und mit Lehm verschmiert. Nach einer Brennzeit von ca. 36 Stunden ist die eingestapelte Ware im Ofen zur Weißglut erhitzt. In den Seiten und der Tür des Ofens befinden sich Schaulöcher. Dort werden Segerkegel eingebaut. Diese Kegel sind Silikatgemische und sie fallen bei einer bestimmten Temperatur um. Deshalb gibt es die Kegel für alle möglichen Temperaturen. Wir brauchen für den Kohleofen-Brand die Kegel Nr. 8 -1270°C, Nr. 9 - 1280°C, Nr. 11 - 1320°C. Sind die Kegel gefallen ist die Brenntemperatur erreicht. Danach werden aus dem Schauloch in der Tür Brennproben gezogen. Brennproben sind kleine Vasen, die mit Glasur versehen sind. Anhand der Glasur kann man erkennen ob diese ausgeflossen ist und der Brand abgeschlossen werden kann. Jetzt folgt die Abkühlungsphase. Der Ofen muss langsam abkühlen, da sonst die Gefäße reißen würden. Diese Phase dauert ca. 6 Tage, dann kann der Ofen langsam geöffnet werden.
Um den Ton fest und Wasser undurchlässig zu bekommen, musste er gebrannt werden.
Der älteste Ofen war der Meilerofen. Brenngut und Heizmaterial wurden miteinander aufgeschichtet, mit einem lehmigen Erdmantel umkleidet und dann abgebrannt.
Um immer höhere Brenntemperaturen zu erzielen wurden die Ofensysteme ständig weiterentwickelt. So entstanden Ziegelofen, Birnenofen, Glockenofen, Feldbrandofen, Kasseler Ofen, Altdeutscher Steingutofen, Steinzeugofen, Rundofen, Kammerringofen, Tunnelofen, Muffelofen, Elektro-Keramikbrennofen und Porzellanrundofen. In Waldenburg gab es früher Kasseler Öfen und Steinzeugöfen. In der Produktionsstätte in der Töpferstraße 8 wurde im Kohle-Rundofen Steinzeug gebrannt. Dieser Ofen hat ein Fassungsvermögen von 10-14 m³.In einem dieser Öfen wird auch heute noch einmal im Jahr, im Rahmen eines Symposiums, gebrannt. In die 1m dicken, aus Schamottesteinen gemauerten Ofenwände wurden Züge eingebaut, da hier mit überschlagener Flamme gebrannt wurde. Der Ofen wurde von vier Feuerstellen aus kontinuierlich mit Kohle oder Holz beheizt. Die Flamme umstreicht die Ware und zieht durch die Züge in den Wänden nach oben in den darüber liegenden kleinen Oberofen und von dort aus durch den Schornstein ab. Der gesamte Brennvorgang dauerte 32 bis 36 Stunden und war für die Arbeiter sehr anstrengend.
Nachdem Einlegen der Gefäße in den Rundofen wird die Ofentür zugemauert und mit Lehm verschmiert. Nach einer Brennzeit von ca. 36 Stunden ist die eingestapelte Ware im Ofen zur Weißglut erhitzt. In den Seiten und der Tür des Ofens befinden sich Schaulöcher. Dort werden Segerkegel eingebaut. Diese Kegel sind Silikatgemische und sie fallen bei einer bestimmten Temperatur um. Deshalb gibt es die Kegel für alle möglichen Temperaturen. Wir brauchen für den Kohleofen-Brand die Kegel Nr. 8 -1270°C, Nr. 9 - 1280°C, Nr. 11 - 1320°C. Sind die Kegel gefallen ist die Brenntemperatur erreicht. Danach werden aus dem Schauloch in der Tür Brennproben gezogen. Brennproben sind kleine Vasen, die mit Glasur versehen sind. Anhand der Glasur kann man erkennen ob diese ausgeflossen ist und der Brand abgeschlossen werden kann. Jetzt folgt die Abkühlungsphase. Der Ofen muss langsam abkühlen, da sonst die Gefäße reißen würden. Diese Phase dauert ca. 6 Tage, dann kann der Ofen langsam geöffnet werden.
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