Die Kriegsschuldfrage des Ersten Weltkrieges - Eine Analyse

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Die Kriegsschuldfrage des Ersten Weltkrieges - Eine Analyse

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Für die Nation

0 Views • Apr 19, 2026

Description

Der Glaube an die vermeintliche Haupt- oder gar Alleinschuld Deutschlands, beziehungsweise des Deutschen Reiches und damit stets verbunden auch des deutschen Volkes, an den beiden Weltkriegen, ist die große, sinnstiftende und einende Erzählung in der Bundesrepublik Deutschland, die zwar in keinem Gesetz niedergeschrieben steht, jedoch zum Lebensgefühl aller bisher an der Macht stehenden Parteien gehörte und gehört. Der Glaube an die eigene Schuld, ist gewissermaßen der eigentliche Gründungsmythos der Bundesrepublik Deutschland, ferner aber auch der separatistischen Republik Österreich. So urteilte der in Tübingen lehrende, vielfach ausgezeichnete Politologieprofessor Theodor Eschenburg einst, Zitat: ,,Wer die Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg bestreitet, entzieht der Nachkriegspolitik die Grundlage“. Diese leitende weltanschauliche Richtlinie, ist jedoch tatsächlich die große Lebenslüge weiter Kreise der Gesellschaft, die Deutschland ohne Not in mannigfaltige Krisen brachte und bringt. Auch wenn ein beständiges und in den letzten Jahrzehnten sogar noch wachsendes Heer nationaler wie internationaler Historiker, sowie militärgeschichtlich geschulter Autoren, zahlreiche Bücher gegen die Thesen der vorgeblichen deutschen Haupt- und Alleinschuld an den Weltkriegen veröffentlichten, änderten selbst diese stichhaltigen und inhaltlich keineswegs widerlegten Bemühungen, weitgehend nichts an der offiziellen Deutung der Geschichte, da diese seit Jahrzehnten zuerst ideologisch und nicht wissenschaftlich motiviert war und ist. So sprach gemäß dieser einseitigen Lesart der Geschichte u.a. die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel am 11. November 2009 in Paris, anlässlich des Gedenkens an das Ende des Ersten Weltkrieges, die folgenden Worte aus, Zitat: ,,Wir werden nie vergessen wie sehr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Franzosen durch Deutsche zu leiden hatten“.

Diese Ideologie drückt sich in einem Streben nach Aufnahme der Schuld, ja geradezu in einem moralistisch aufgeladenen Schuldstolz aus, der schon den Ersten Weltkrieg und seine Vorgeschichte in einem Maße interpretiert, dessen zufolge das im Jahre 1871 ausgerufene zweite Deutsche Reich als großer Unruhestifter und einseitiger Störer des Friedens in Europa dargestellt wird. Zahlen zur Rüstung des Militärs, vergleichende Daten zur Außenpolitik, wirtschaftliche Kennzahlen und die imperialistischen und revanchistischen Interessen anderer Mächte in Europa und der Welt, wurden und werden dafür, nach wie vor, gerne dann ausgeblendet, wenn sie die Kriegsgegner des Deutschen Reiches während der beiden Weltkriege in ein ungünstiges Licht rücken. Allzeit und immer wiederkehrend, wird von der medial und politisch erlaubten und geförderten Geschichtswissenschaft verkündet, sowie auch an staatlichen Einrichtungen wie Schulen und Universitäten gerne betont, dass einfache Antworten und Lösungen eine populistische Lesart wären und dass es in geschichtlichen Zusammenhängen entsprechen