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Die Aromen von Peru
E
euronews (auf Deutsch)
1 Views • Oct 07, 2016
Description
Bis zu zwanzig verschiedene Aromen hat der Kakao aus Perus Wäldern – von Rosen über Bananen bis zu Mango. In den peruanischen Anden findet man außerdem eine der seltensten Kaffeesorten der Welt.
Fairer Handel
– Die Kaffeeproduktion begann in Peru im 18. Jahrhundert. Die Typica-Varietät macht 60 Prozent der peruanischen Kaffee-Exporte aus.
– Es gibt mehr als 110.000 Kaffeebauern in Peru.
– Rund 15–25% der peruanischen Kaffeeproduzenten gehören Kooperativen an, die sich internationalen Fair-Trade-Netzwerken angeschlossen haben.
– Peru ist der drittgrößte Kakao-Anbaustaat in Lateinamerika.
Vor einer paradiesischen Kulisse hoch in den Anden baut Jorge Minaya Huamàn seinen Kaffee an. Er ist einer von fast 300 Partnern der Kooperative Huadquiña in Südperu, nicht weit von Machu Picchu. Von Juni bis Oktober steigt er jeden Tag den beschwerlichen Weg von 1.300 auf über 2.000 Meter hoch, um nach seinen Kaffeebohnen zu schauen. Bei der Ernte helfen sich Nachbarn und Familien gegenseitig. Teamwork nach dem Rotationsprinzip, wöchentlich reihum.
“Die technische Abteilung der Kooperative leitet uns an, wie wir effizienter ernten können, aber auch, wie wir die Saaten auswählen, Keimlinge großziehen, die Felder anlegen, wie wir sie bearbeiten und düngen”, erzählt er. Die Kooperative ermutigt die Bauern auch dazu, Teile des Gewinns in nachhaltige Anbaumethoden zu investieren, wie selektive Pflückung und Ersatz alter Pflanzen durch neue.
Die Bauern können ihr sowohl die roten Kaffeekirschen verkaufen als auch Pergaminos, Pergamentkaffee: Bohnen, die nur noch von einer dünnen Pergamenthaut umhüllt sind. Die Verarbeitung der Kaffeekirschen beginnt noch am Tag der Lieferung: Das Fruchtfleisch wird entfernt, die Bohnen fermentiert, gewaschen und geschält.
Andernorts wird der Kaffee auch ungewaschen aufbereitet.
#Lisette volunteered with a #coffee #farm near to #MachuPicchu #Peru and loved the experience to share the daily life with a local family. pic.twitter.com/fFcRKUt0AB— Volunteer Work LatAm (@VolunteerLatin) 23 September 2016
Für den Fair-Trade-Kaffee zahlt Huadquiña garantierte Mindestpreise gezahlt. Manager Hebert Quispe: “Das Produkt, das wir erhalten, ist stabil in der Qualität. Wir versuchen, konstante Qualitätsstandards zu erzielen. Was die Preise angeht, zahlen wir den Bauern achtzig Prozent im Voraus. Und beim Verkauf ist dann der Erlös für die restlichen zwanzig Prozent meist höher, das können 50 bis 60 Prozent sein. Fast 80 Prozent unserer Produktion gehen nach Großbritannien. Den Rest verkaufen wir in die USA, nach Kanada und Teile Festlandeuropas.”
Typica: Blumig, cremig, zitronig
Seit ihrer Gründung vor über fünfzig Jahren hat die Kooperative sich bemüht, den Kleinbauern größere Märkte zu eröffnen. Die Verbesserung der Qualitätsstandards brachte andere Abnehmer mit höheren Ansprüchen. Benjamin Schweitzer testet und wählt hier die Bohnen für ein privates Import-Export-Unternehmen aus. “Die Sorte in dieser Region, Typica,
Fairer Handel
– Die Kaffeeproduktion begann in Peru im 18. Jahrhundert. Die Typica-Varietät macht 60 Prozent der peruanischen Kaffee-Exporte aus.
– Es gibt mehr als 110.000 Kaffeebauern in Peru.
– Rund 15–25% der peruanischen Kaffeeproduzenten gehören Kooperativen an, die sich internationalen Fair-Trade-Netzwerken angeschlossen haben.
– Peru ist der drittgrößte Kakao-Anbaustaat in Lateinamerika.
Vor einer paradiesischen Kulisse hoch in den Anden baut Jorge Minaya Huamàn seinen Kaffee an. Er ist einer von fast 300 Partnern der Kooperative Huadquiña in Südperu, nicht weit von Machu Picchu. Von Juni bis Oktober steigt er jeden Tag den beschwerlichen Weg von 1.300 auf über 2.000 Meter hoch, um nach seinen Kaffeebohnen zu schauen. Bei der Ernte helfen sich Nachbarn und Familien gegenseitig. Teamwork nach dem Rotationsprinzip, wöchentlich reihum.
“Die technische Abteilung der Kooperative leitet uns an, wie wir effizienter ernten können, aber auch, wie wir die Saaten auswählen, Keimlinge großziehen, die Felder anlegen, wie wir sie bearbeiten und düngen”, erzählt er. Die Kooperative ermutigt die Bauern auch dazu, Teile des Gewinns in nachhaltige Anbaumethoden zu investieren, wie selektive Pflückung und Ersatz alter Pflanzen durch neue.
Die Bauern können ihr sowohl die roten Kaffeekirschen verkaufen als auch Pergaminos, Pergamentkaffee: Bohnen, die nur noch von einer dünnen Pergamenthaut umhüllt sind. Die Verarbeitung der Kaffeekirschen beginnt noch am Tag der Lieferung: Das Fruchtfleisch wird entfernt, die Bohnen fermentiert, gewaschen und geschält.
Andernorts wird der Kaffee auch ungewaschen aufbereitet.
#Lisette volunteered with a #coffee #farm near to #MachuPicchu #Peru and loved the experience to share the daily life with a local family. pic.twitter.com/fFcRKUt0AB— Volunteer Work LatAm (@VolunteerLatin) 23 September 2016
Für den Fair-Trade-Kaffee zahlt Huadquiña garantierte Mindestpreise gezahlt. Manager Hebert Quispe: “Das Produkt, das wir erhalten, ist stabil in der Qualität. Wir versuchen, konstante Qualitätsstandards zu erzielen. Was die Preise angeht, zahlen wir den Bauern achtzig Prozent im Voraus. Und beim Verkauf ist dann der Erlös für die restlichen zwanzig Prozent meist höher, das können 50 bis 60 Prozent sein. Fast 80 Prozent unserer Produktion gehen nach Großbritannien. Den Rest verkaufen wir in die USA, nach Kanada und Teile Festlandeuropas.”
Typica: Blumig, cremig, zitronig
Seit ihrer Gründung vor über fünfzig Jahren hat die Kooperative sich bemüht, den Kleinbauern größere Märkte zu eröffnen. Die Verbesserung der Qualitätsstandards brachte andere Abnehmer mit höheren Ansprüchen. Benjamin Schweitzer testet und wählt hier die Bohnen für ein privates Import-Export-Unternehmen aus. “Die Sorte in dieser Region, Typica,
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