Der Weibsteufel - 1966

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Der Weibsteufel - 1966

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Herbert_AT

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Description

„Der Weibsteufel“ (1966) ist ein österreichischer Drama-Film von Regisseur Georg Tressler (auch Co-Autor mit Adolf Opel). Er basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Karl Schönherr (Uraufführung 1915) und gilt als Anti-Heimatfilm. Der Film wurde im Salzkammergut gedreht, lief auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1966 und hatte in Österreich Premiere. In Deutschland kam er nicht regulär ins Kino, wurde aber im Fernsehen ausgestrahlt. Laufzeit: ca. 91 Minuten.
Handlung (kurze Zusammenfassung, ohne große Spoiler)
In einer abgelegenen Bergregion in Tirol lebt eine junge, attraktive Frau mit ihrem deutlich älteren Ehemann auf einem einsamen Bauernhof („Geiernest“). Der Mann verdient sein Geld als Schmuggler. Ein ehrgeiziger junger Gendarm (Grenzpolizist) taucht auf, der den Schmuggel bekämpfen und die Frau für sich gewinnen will. Es entwickelt sich ein psychologisches Dreiecksdrama: Die Frau wird von beiden Männern instrumentalisiert – vom Ehemann als Lockmittel gegen den Polizisten und vom Gendarmen als Informantin. Sie spielt ihre eigene Rolle und wendet die Situation gegen die Männer. Der Film thematisiert Abhängigkeit, Macht, Sexualität und die Enge des ländlichen Lebens. Tressler dreht in Schwarz-Weiß, was die karge, harte Atmosphäre verstärkt.
Kritiken loben die bildgewaltige Inszenierung, die starken Darsteller und die Modernisierung des Stoffs, der den klassischen Heimatfilm sprengt.
Darstellerliste (Haupt- und wichtige Nebenrollen)

Maria Emo als Die Frau (die zentrale Figur, stark und vielschichtig)
Sieghardt Rupp als Der Gendarm (der ehrgeizige Grenzpolizist)
Hugo Gottschlich als Der Mann (der ältere Schmuggler-Ehemann)
Vera Complojer (auch Comployer) als Die Wirtin
Richard Tomaselli als Der Kommandant
Margarete Reimann als Eine Kellnerin
Gottfried Rieder als Zitherspieler

Weitere kleinere Rollen ergänzen das Ensemble.
Es gibt mehrere Verfilmungen des Stoffs (u. a. 1951, 2000 mit Julia Thurnau und Günther Maria Halmer, sowie eine 2012er-Version als „Grenzgänger“). Der 1966er-Film von Tressler ist jedoch die bekannteste Kinoversion.