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Der Verrat am deutschen Osten
8 Views • May 23, 2016
Description
Der gesamte Raum bis zur Weichsel war ursprünglich germanischer Siedlungsraum. Zum Beispiel in Böhmen, Pommern und Schlesien wurden überall unzählige germanische Siedlungen gefunden und ausgegraben. Erst im 6. Jahrhundert kamen slawische Siedler in die weitläufigen Gebiete, vermischten sich vielerorts mit den Ostgermanen und nahmen zum Teil auch germanische Namen für Orte und Gewässer an. Ab dem 12. Jahrhundert folgte dann eine ,,Rückbesiedlung" deutscher Siedler im Zuge der Deutschen Ostsiedlung, in deren Folge zehntausende Städte, Dörfer, Burgen und Schlösser durch deutsche Siedler gegründet wurden und das Land urbar gemacht wurde.
Mit der völkerrechtswidrigen, illegalen Enteignung und Vertreibung von Millionen Deutschen aus den genannten ostdeutschen Ländern ab 1945, wurde diese 800 Jährige Geschichte fast vollständig ausgelöscht. Nur wenige Deutsche konnten in ihrer Heimat verbleiben. Zurück blieben große und leere Gebiete, die von den Polen, Tschechen und Sowjets oft nur unzureichend neu besiedelt werden konnten. Hunderte Dörfer und auch Städte wurden vollständig abgerissen und noch mehr Höfe und Häuser verfielen im Leerstand. Zahlreiche landwirtschaftliche Flächen verödeten und Wasserstraßen versandeten.
Nach der rechtlich illegalen Annektion der ostdeutschen Länder durch Polen, die Tschechoslowakei und die Sowjetunion im Jahre 1945, bildeten die Siegermächte 1949 zwei ihnen hörige Verwaltungskonstrukte (die ,,DDR" in Mitteldeutschland und die ,,BRD" in Westdeutschland). Im Jahre 1950 waren 21% aller Einwohner in beiden Verwaltungskonstrukten vertriebene und geflüchtete Ostdeutsche. Eine große Wählergruppe die in den 1950er und 1960er Jahren von der bundesdeutschen Politik hofiert und mit zahlreichen Versprechen umworben wurde, während man sie in der ,,DDR" mundtot machte.
Diese Hofierung der Ostdeutschen nahm ab Mitte der 1960er Jahre zunehmend ab und sollte sich letztlich in ihr Gegenteil verkehren. 1970 folgten mit der SPD/FDP-Regierung unter Willy Brandt die Verträge mit Polen und der UdSSR und 1973 schließlich der Prager Vertrag mit der Tschechoslowakei. In den sogenannten ,,Ostverträgen" verriet die Bundesrepublik zum ersten Mal und offiziell (weitere Verzichtserklärungen folgten 1989 bis 1997) das wahre Ostdeutschland. Diese Anerkennung der ,,Grenzen" blieb aber rechtlich unwirksam, da dass bis heute als Rechtssubjekt bestehende Deutsche Reich, 1945 und auch danach keinen Friedensvertrag mit den Siegermächten abschloss und somit als Staatssubjekt nie kapitulierte. Ohne Friedensvertrag können keine völkerrechtlich gültigen Gebietsabtretungen vorgenommen werden.
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