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ADOLAR - RAKETEN
Description
ADOLAR performs the song "RAKETEN" for BalconyTV.
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PRESENTED BY STEPHANIE JOHNE
Biederkeit.
Keinem weh tun.
Braves, artiges Miteinander!
Menschen, die sich hinter hohen Mauern aus Harmonie verschanzen.
Für das Wohl des Ganzen und die Aufrechterhaltung des Status Quo Ungereimtheiten weglächeln und
Kollateralschäden achselzuckend hinnehmen.
Biederkeit.
Adolar haben eine solche, eine obendrein „Neue Biederkeit" ausgemacht. Nicht erst jetzt mit ihrem dritten, wuchtig-furiosen Album. Schon die ersten beiden Longplayer „Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!" (2010) und „Zu Den Takten Des Programms" (2011) waren wahre Manifeste der Unangepasstheit. Besonders auf ihrem zweiten Album strotzten die Leipziger nur so mit pointierten Pöbeleien gegen die Oberflächlichkeit einer programmierten Generation. Allerdings vergaßen Tom, Micha, Jan und Frank damals, dem reichlich angekotzten Kind einen passenden Namen mit auf den Weg zu geben.
Musikalisch hat die Band erneut einen Schritt gemacht. Wirkte schon Album Nummer zwei gegenüber dem wüst-verfrickelten Debüt aufgeräumter, sind Adolar in Sachen Konsequenz diesmal noch einen Schritt weiter gegangen. Großartige und fleißige Live-Band, die sie sind, wissen sie, was in ihrer Konstellation am besten funktioniert. Das sind die filigran-ausgetüftelten Gitarrenlinien von Micha und Jan, mit der Vorliebe für Call-And-Response. Und das ist die von Kraft und dynamischer Präzision geprägte Rhythmusarbeit. Wobei besonders Drummer Frank hoch anzurechnen ist, dass er mit seinem getimeten Spiel den Ideenreichtum seiner Kollegen im Zaum hält und den Songs dadurch an vielen Stellen Platz zur vollen Entfaltung gibt. So knüpfen Songs wie besonders "Halleluja", aber auch „Blumen" oder „Raketen" nahtlos an frühere Post- Punkrock-Hits wie „Tanzenkotzen" oder „Mariokart vs. Kettcar" an.
Aber diese Soundvielfalt - die ja keine neue ist, sondern immer schon Bestandteil der Adolarschen
Philosophie war -- stellt sich an jeder Stelle in den Dienst des Gesamtkonzepts. Es wird breit aufgefahren und auch an Streichern, Bläsersätzern und Chören nicht gespart, wenn Sänger Tom mit leidenschaftlichen Worten den Eispanzer der Biederkeit aufzubrechen versucht. An anderen Stellen werden sparsam, aber effektiv dunkle Synthesizer-Soundflächen gemalt, wenn die Stimmung kippt. Dass die Songs an den richtigen Stellen in schlicht und ergreifend als wunderschön zu bezeichnenden Wall Of Sounds hinwegdriften, muss man vor allem dem furios arbeitenden Produzentenduo Tim Tautorat und Max Trieder hoch anrechnen. Denen es übrigens erneut gelungen ist, einer ambitionierten und unangepassten Band einen stringenten Sound zu verpassen.
Ramon Zarges.
Adolar sind Tom Mischok, Frank Mertens, Michael Cyris und Jan Krieshammer.
http://www.adolarband.de/
CREDITS / SPONSORS
GrandHôtelPictures (http://www.grandhotelpictures.com)
Comebackpackers Hostel (http://www.comebackpackers.com)
Tune in again to BalconyTV //
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Keinem weh tun.
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Für das Wohl des Ganzen und die Aufrechterhaltung des Status Quo Ungereimtheiten weglächeln und
Kollateralschäden achselzuckend hinnehmen.
Biederkeit.
Adolar haben eine solche, eine obendrein „Neue Biederkeit" ausgemacht. Nicht erst jetzt mit ihrem dritten, wuchtig-furiosen Album. Schon die ersten beiden Longplayer „Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!" (2010) und „Zu Den Takten Des Programms" (2011) waren wahre Manifeste der Unangepasstheit. Besonders auf ihrem zweiten Album strotzten die Leipziger nur so mit pointierten Pöbeleien gegen die Oberflächlichkeit einer programmierten Generation. Allerdings vergaßen Tom, Micha, Jan und Frank damals, dem reichlich angekotzten Kind einen passenden Namen mit auf den Weg zu geben.
Musikalisch hat die Band erneut einen Schritt gemacht. Wirkte schon Album Nummer zwei gegenüber dem wüst-verfrickelten Debüt aufgeräumter, sind Adolar in Sachen Konsequenz diesmal noch einen Schritt weiter gegangen. Großartige und fleißige Live-Band, die sie sind, wissen sie, was in ihrer Konstellation am besten funktioniert. Das sind die filigran-ausgetüftelten Gitarrenlinien von Micha und Jan, mit der Vorliebe für Call-And-Response. Und das ist die von Kraft und dynamischer Präzision geprägte Rhythmusarbeit. Wobei besonders Drummer Frank hoch anzurechnen ist, dass er mit seinem getimeten Spiel den Ideenreichtum seiner Kollegen im Zaum hält und den Songs dadurch an vielen Stellen Platz zur vollen Entfaltung gibt. So knüpfen Songs wie besonders "Halleluja", aber auch „Blumen" oder „Raketen" nahtlos an frühere Post- Punkrock-Hits wie „Tanzenkotzen" oder „Mariokart vs. Kettcar" an.
Aber diese Soundvielfalt - die ja keine neue ist, sondern immer schon Bestandteil der Adolarschen
Philosophie war -- stellt sich an jeder Stelle in den Dienst des Gesamtkonzepts. Es wird breit aufgefahren und auch an Streichern, Bläsersätzern und Chören nicht gespart, wenn Sänger Tom mit leidenschaftlichen Worten den Eispanzer der Biederkeit aufzubrechen versucht. An anderen Stellen werden sparsam, aber effektiv dunkle Synthesizer-Soundflächen gemalt, wenn die Stimmung kippt. Dass die Songs an den richtigen Stellen in schlicht und ergreifend als wunderschön zu bezeichnenden Wall Of Sounds hinwegdriften, muss man vor allem dem furios arbeitenden Produzentenduo Tim Tautorat und Max Trieder hoch anrechnen. Denen es übrigens erneut gelungen ist, einer ambitionierten und unangepassten Band einen stringenten Sound zu verpassen.
Ramon Zarges.
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